Stadtplan für Kinder

Ein Beitrag zur Verkehrssicherheit


Stadtplan für Kinder mit Kindern
■VON DER SCHULWEGSICHERUNG
ZU SICHERER MOBILITÄT.

Kinder im Grundschulalter – das sind etwa 6- bis 11-jährige Mädchen und Jungen – stehen in besonderem Maße für die Zukunftsfähig-keit der Stadt. Wichtige Einzelaspekte sind:

■Sichere Bedingungen im Straßenverkehr und öffentlichen Raum
■Eigenständig mobil sein (können / dürfen)
■Vielfältige Sozialkontakte und Bewe-gungsmöglichkeiten durch attraktive Spiel- und Freizeitangebote im Wohnum-feld
■„Spielraum“ auch im Straßenumfeld und auf öffentlichen Plätzen.

Ein wichtiger Anlass für die Weiterentwick-lung des Schulwegplans zum Kinderstadtplan liegt darin, dass Verkehrsunfälle mit Kinder-beteiligung überwiegend – je nach Stadt etwa zu 60 bis 80 % – auf Freizeitwegen, und nicht auf Schulwegen, geschehen.

Freizeitwege haben im Vergleich zum Schul-weg unterschiedliche, wechselnde Ziele, sind teilweise auch deutlich länger. Der Weg selbst hat vielfach Spielcharakter. Vorgege-bene Routen, wie in vielen Schulwegplänen üblich, helfen daher letztlich nicht weiter.

Kinder direkt an der Planerarbeitung zu betei-ligen macht Sinn. Sie sind „Experten in eige-ner Sache“ für Gefahrenstellen und unver-zichtbare Informanten für „nicht-institutionel-le“ Spielorte. Gleichzeitig stellt das Projekt einen reizvollen Ansatz für lebendiges Lernen dar, ermöglicht damit den Schritt von der Verkehrserziehung zur Mobilitätserziehung.

Die parallel durchgeführte Verkehrssicher-heitsanalyse vor Ort ergänzt und sichert die „Zuarbeit“ der beteiligten Kinder durch pro-fessionelle Expertise.

■DAS PRODUKT.
MEHR ALS NUR EIN STADTPLAN.

Der Kinderstadtplan stellt die vorhandene Verkehrsinfrastruktur, wichtige Verkehrsrege-lungen und Gefährdungspotenziale im Stra-ßennetz so differenziert dar, dass Kinder, Eltern und Pädagogen die Verkehrssicherheit oder -unsicherheit einzelner Routen selbst abschätzen können. Er enthält alles, was einen normalen Stadtplan ausmacht und stellt darüber hinaus dar:

■„Gefährliche“, d. h. stark und schnell be-fahrene Straßen mit Ampeln, Mittelinseln, Zebrastreifen, Abschnitten ohne Gehweg
■Bahnhöfe und Haltestellen des öffentli-chen Personenverkehrs sowie Straßen-bahngleise im Straßenraum
■Besondere Verkehrsregelungen und kin-derfreundliche Bedingungen im übrigen Straßennetz wie z. B. Tempo 30-Zonen und Verkehrsberuhigte Bereiche
■Öffentliche Einrichtungen und spezielle Zieladressen für Kinder wie z. B. Spiel-plätze, Bolzplätze, Skateranlagen, Kinder- und Jugendtreffs, Kinderkinos u.s.w.
■Andere von den beteiligten Kindern be-nannte Spielorte wie z. B. Grün- und Brachflächen, Waldstücke, Wasserspiel-stellen, Rodelhänge im Winter u.s.w.
■Besondere Gefahrenpunkte für Kinder im Straßennetz.

Das Kartenwerk wird als handlicher Faltplan konzipiert, je nach Ausgangsblattgröße im Schulheft- oder Postkartenformat (DIN A 5 / DIN A 6).
Ein Begleitheft für Eltern mit Verkehrssicher-heitshinweisen und wichtigen Kinderadressen wird optional mit angeboten.

■FACHÜBERGREIFENDES KNOWHOW.
SYSTEMATISCHES VORGEHEN.

Wir bieten umfassende Fachkompetenz aus den Bereichen Stadt- und Verkehrsplanung, Verkehrssicherheitsarbeit, Pädagogik und arbeiten mit erfahrenen Grafikern / Kartogra-fen zusammen.

Das Vorgehen ist systematisch und pädago-gisch fundiert, Schulen und außerschulische pädagogische Einrichtungen werden direkt eingebunden. Die wichtigsten Bausteine:

■Projektstart mit Übernahme von Daten zum Unfallgeschehen, Plangrundlagen, und weitergehenden Unterlagen sowie grundlegenden Absprachen
■Erhebung der straßenräumlichen Bedin-gungen, Verkehrsregelungen und Straßeninfrastruktur vor Ort, mit „Problemanalyse“ zur Kinderverkehrssicherheit
■Durchführung von Workshops mit den beteiligten Pädagog/innen in verschiede-nen Phasen des Gesamtprojektes, u. a. mit Übergabe von pädagogischen Ar-beitsmaterialien
■Begleitung der pädagogischen Projekte in den beteiligten Einrichtungen bis hin zu abschließenden „Kinderredaktionen“ zum grafischen Entwurf des Kinderstadtplans
■Auswertung und Aufbereitung der Projekt-ergebnisse
■Grafische Erstellung des Kartenwerks
■Aufstellung eines Maßnahmenkonzeptes auf Basis der Problemanalyse und der Er-kenntnisse aus der Kinderbeteiligung.

Unser Leistungsangebot wird maßgeschnei-dert auf örtliche Fragestellungen, Strukturen und Bedingungen zugeschärft. Die kartogra-fischen Dateien werden mit Nutzungsrechten an den Auftraggeber übergeben.

DIE REFERENZEN.
DAS SPEKTRUM SPRICHT FÜR SICH.

Kinderstadtpläne für einzelne Stadtgebiete, Stadtteile oder die gesamte Stadt haben wir mittlerweile in folgenden Städten realisiert:

Berlin (Pilotprojekt für ein Gebiet mit mehre-ren Grundschulen, laufend) Coesfeld (Ge-samtstadt) Dülmen (Gesamtstadt) Düsseldorf (Pilotprojekt für ein Drittel des Stadt-gebietes mit 32 Grundschulen) Essen (Stadtteil Kupferdreh) Kerpen (Stadtteil Buir) Krefeld (Innenstadt Süd) Luxemburg (Gesamtstadt) Mönchengladbach (Pilotprojekt für ein Gebiet mit mehreren Grundschu-len) Oberhausen (Innenstadt) Wiesbaden (28 von 38 Schuleinzugsbereichen)

Darüber hinaus haben wir schon für eine Vielzahl von Städten und Gemeinden klein-räumige Gutachten und Konzepte zur Siche-rung von Kindergarten-, Schul- und Freizeit-wegen ausgearbeitet und vor Ort mit den Betroffenen abgestimmt.



Beispiel: Wiesbadener Kinderstadtplan
www.wiesbaden.de